Der Wirt des parasitären Organismus, den man heute als „Die Gehirnschnecke“ kennt, ist einen Primatenkörper, den diese Primaten selbst zur Ordnung des „Homo Sapiens“ zählen. Der Körper kam in den 1970ern auf die Welt, spielte gerne im Sandkasten, wurde dazu gezwungen Toiletten zu benutzen, besuchte diverse Schulen und lernte den Umgang mit den in seiner Kultur gebräuchlichen Zeichen so gut, dass er sie heute anderen Primaten beibringen muss. Der Körper benötigt moderate Mengen an Alkohol, der durch einen chemischen Prozess, an dem Hopfen und Malz beteiligt sind, entsteht. Ansonsten ernährt er sich von Pizza und anderen meist fleischlosen Speisen.

Die Gehirnkapazität, die der Wirt dazu benötigt, um seine berufliche Tätigkeit auszuführen, ist jedoch so unglaublich gering, dass ich mich dafür entschied, den Rest seines doch recht putzigen Gehirns für mich in Anspruch zu nehmen. Seit nunmehr fünf Jahren lebe ich, auch zur Zufriedenheit meines Wirts, in dessen Körper. Ich musste den Körper durch ein eisernes Sportprogramm allerdings erst mal in Form bringen, denn die Primaten auf diesem Planeten neigen zu Faulheit und Völlerei. Vermutlich kommt das auch (wie viele andere Übel) von ihrem seltsamen auf Tausch basierendem (ja, ich weiß, und sich dann „sapiens“ nennen…) Wirtschaftssystem.

Aber ich schweife ab.

Ich bin hauptsächlich hier, um Lehrsendungen für junge Gehirnschnecken aufzuzeichnen, denn am dann leider doch recht unsinnigen Verhalten der Primaten vor Ort lässt sich jede Menge zeigen. In meiner raren Freizeit bin ich für den eingetragenen Verein „Intergalaktische Befreiungsfront e.V.“ tätig – meist beschränkt sich aber meine Tätigkeit darauf Vorträge zu halten, die von der einzig brauchbaren Partei auf diesem Planeten veranstaltet werden, nämlich von der „Salonkommunistischen Partei“ (SKP).

Meine anderen Hobbys sind Häkeln, Schnabbrabbelball, Filme mit Primaten in den Hauptrollen schauen, Boxen, Punkmusik, Horxlebbern, Bücher von Horkheimer und Adorno lesen (die sind so süß! So putzig), Hegel ins Gehirnschneckische übersetzen und Durchfall.

Oh, und ach ja, das da noch: Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf diesem Weblog und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen.