Archiv für April 2012

Dead Space

Als ich ungefähr zwölf war, fuhren mein bester Freund und ich mit dem Rad zu einem Kumpel. Im Gepäck meines Freundes befand sich ein VHS-Tape auf dem eine Raubkopie von „Aliens“ war. Die Sonne schien, die Sommerferien waren nahe, wir schoben das Tape in den Videorecorder des Kumpels und saßen zwei Stunden gebannt vor dem Fernseher. Der Überlebenskampf einer Gruppe Marines, die in den ersten 20 Minuten als unbesiegbare Elitetruppe gezeigt wird, nur um dann von den Aliens auseinandergenommen zu werden, gehört immer noch zu meinen Lieblingsfilmen. Dazu aber vielleicht mal anderer Stelle mehr. Danach konnte ich zwei Nächte lang nicht schlafen. Nach der zweiten Nacht, die ich schweißgebadet in meinem Bett verbracht hatte, fuhr ich mit der Bahn in die Stadt, kaufte mir ein Alienposter in Lebensgröße, pinnte es an meine Wand und studierte es zwei Stunden lang, danach waren die Albträume fort und ich süchtig nach Filmen, die mich derartig schocken konnten.

Viele Jahre später sind die Filme, die mich überraschen oder gar ängstigen können rar geworden. Doch dann brachte EA ein Gruselspiel raus, das mich ähnlich schocken sollte wie damals „Aliens“ – „Dead Space“. Das habe ich mittlerweile einem Freund als Gastgeschenk mitgebracht, der es aber nicht spielen konnte, da er es (wie wohl einige Spieler) zu gruslig fand. Angeblich soll EA bei der Entwicklung des zweiten Teils von den Entwicklern verlangt haben, dass sie diesen weniger gruslig machen sollten. Nun, nachdem ich das Spiel gestern erwarb, kann ich nur behaupten, dass das nicht gelungen ist. Wie schon beim ersten Teil, kann ich „Dead Space 2″ nur in homöopathischer Dosierung genießen. Zu häufig wiegt einen das Spiel in falscher Sicherheit, terrorisiert einen auf der Tonspur und in bester E. A. Poe Tradition wird dazu noch der Erzähler des Ganzen destabilisiert: Der Protagonist Isaac Clarke leidet an einer Geisteskrankheit, die er sich im ersten Teil zugezogen hat, daher kann man sich als Spieler der Figur niemals so ganz auf das veralssen, was man durch ihre Augen gezeigt bekommt und durch ihre Ohren hört. Die genretypische Knappheit an Munition und heilenden Medipacks tut ihr übriges: Ständig fürchtet man sich um die physische und psychische Gesundheit Isaacs, ständig hält einen das Spiel in Anspannung, schafft es aber einen häufig mit den eigenen Erwartungen ins Leere laufen zu lassen, denn am grusligsten ist das Spiel, wenn eben KEIN Nekromorph (so der Name der zombifizierten Gegner) um die Ecke kommt, sondern das Schlimme nur im Kopf des Spielers passiert.

Gestern fiel mir das Joypad vor Schreck aus der Hand, als ich im Spiel plötzlich hinter mir eine Geräusch hörte und dachte, jetzt haben sie mich, dabei sprang nur eine Dusche an. Da war es wieder da, das wohlige Grausen, das mir über den Rücken krabbelte.

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In einem Fall gilt das hier aber besonders: Die „linksliberale“ (oder liberal linke?) Postille „der Freitag“ und den daran angeschlossenen Blogbereich sollte man tunlichst meiden! Ich übernehme nämlich keinerlei Haftung für Verblödungserscheinungen, Hirnblutungen, aus der Lektüre resultierendem Antisemitismus oder anderen Zombifizierungserscheinungen.

Weiter kommentieren werde ich den geisten Tiefflug des Herrn Grote sicher nicht (er ist aber auf eine faszinierende Weise gleichzietig tottraurig und saukomisch) – der geneigte Leser wird die Warnung sicher verstehen und der ungeneigte ist bei Herrn Grote sowieso besser aufgehoben als bei mir.

Indien schützt sich mit Raketen – Deutschland mit „Gedichten“

oder wie hab ich das zu verstehen?

Einfach sprachlos. Nicht zu essen aber die Bombe wollen.
Aber da es ein freund ist, sag man ja nichts. man schweigt.
Wir Deutschen sind liberal wir liefern nur das Material. Bitte noch ein Gedicht,,,,,

Arm aber nicht wehrlos – das geht natürlich garnicht!

Die Folgen von 50 Jahren Sozialpädagogik

Jaja, selbst schuld, wenn man die Kommentare liest. Speziell auf tagesschau.de führt der eine oder andere Kommentar der „Foristen“ hin und wieder dazu, dass mir das Frühstück aus dem Gesicht fällt. Andererseits erfährt man so auch recht zuverlässig, wie es in der deutschen Seele denn so „denkt“ – Beispiel gefällig?

„Jedem ist bekannt das es keinen guten und keinen bösen spieler gibt im krieg. Man kann nicht assad dafür verurteilen das er menschen tötet und gleichzeitig die greultaten der rebellen ignorieren. Beide seiten haben dreck am stecken! Und die wahrhaftigen opfer werden zwischen diesen fronten zerrieben. Was glauben sie wird die oposition machen wenn sie sn die macht käme? Lybien zeigt auf grausameweise, das rebellen die vor terrorakten nicht zurückschrecken, genauso schlimme monster sein können wie die, die sie einst bekämpften. Und wenn die mehrheit der menschen in syrien wirklich hinter assad steht, dann gibt es viele menschen die unterdrückt werden müssen… Und die wahl der mittel wurde schon eindrucksvoll im vorfeld geklärt…“

Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll… Schon bei den ersten Worten setzt der Ekel ein, der mich stets befällt, wenn absolute Vollpfosten so tun, als würden sie universelle Wahrheiten verkünden, die das absolute Gegenteil davon sind: Soso, es gibt also keine „Guten“ und „Bösen“ im Krieg, Gewalt ist immer bäh! Und zwar völlig egal, ob man gerade Unschuldige in die Gaskammer prügelt, oder ob diese, BEVOR sie in die Gaskammer geschoben werden, in Notwehr ihre Peiniger überwinden und killen – so geschehen in Sobibor. Die Greultaten der Opfer! Wer erinnert nur an sie? Ich muss kotzen!

Geschenkt, dass man nicht weiss, ob diese Rebellen nun auch nur einen Deut besser sind als Assad, wenn man überhaupt von Moral und „Gut“ und „Böse“ anfängt zu schwadronieren, dann muss man anerkennen, dass der Angegriffene ein Recht darauf hat sich zu verteidigen, auch wenn er vielleicht ein Arschloch ist.

Natürlich schafft es der „Forist“ auch noch hier die Wahrheit zu verdrehen. Wenn die Mehrheit der Syrer hinter Assad stehe, dann würden die Rebellen ja -schluck- die Mehrheit unterdrücken! Das ist die höchste Errungenschaft der deutschen Sozialpädagogik, dass Demokratie stets als „Mehrheitswillen“ umgedeutet wird, daher auch die historischen Verrenkungen, den Nazis unbedingt nachweisen zu müssen, dass sie nie eine „demokratische Mehrheit“ hatten. Denn hätten die Nazis den absolut wasserdichten, demokratischen Auftrag gehabt, das jüdische Volk zu vernichten, dann wäre es doch wahrhaft undemokratisch von der RAF und der Roten Armee gewesen, diesen Auftrag des Wahlvolkes zu verhindern.

Der Gedanke, dass die Mehrheit vielleicht im Unrecht sein könnte, der Gedanke, dass die Mehrheit eventuell undemokratisch sein könnte, der Gedanke, dass diese Mehrheit eventuell ein wenig „Unterdrückung“ bitter nötig hat, der kommt „Forist“ Whisper natürlich niemals. Denn ein Buch hat er nie in die Hand genommen, mit der Geschichte hat er sich nie beschäftigt und in der Schule war er stets krank, aber dennoch maßt er sich an, den Widerstand gegen Assad auf eine Stufe mit ihm zu stellen.

Bevor ich mich nun auch noch über die Vergewaltigung der deutschen Sprache aufrege, unternehme ich lieber einen zweiten Anlauf, das Frühstück einzunehmen – bei runtergefahrenem Rechner.

Die Auschwitzkeulekeule

Die letzten Tage konnte man sehr gut beobachten, wie der deutsche Mob einmal mehr der Verbrechen überdrüssig wurde, die er allzugerne abermals begehen würde (oder begehen lassen würde: wenn die Mullahs im Iran den Job übernehmen, ist man als Deutscher ja doppelt fein raus). Jedem, der sich dem grassierenden (jaja, ich weiss…) Schwachsinn noch entgegenstellt, wird attestiert, dass er mit einer „Auschwitzkeule“ den braven Deutschen, die nun wirklich langsam genug vom Gejammer der Juden haben, eins überzieht.

Tatsächlich wird jedoch mit dieser Auschwitzkeulekeule der letzte Rest Wahrheit und Anstand totgeknüppelt.